Klimareise an das "Tote Meer" - alles andere als Todlangweilig Drucken E-Mail
Unter der Leitung von Frau Margitta Heß, die in Ostheim eine Selbsthilfegruppe für Psoriatiker leitet, trafen sich am Sonntag, den 03.06.2001 Neurodermitiker, Psoriadiker Erholungssuchende in Frankfurt am Flughafen für eine Klimareise in das „Dead Sea Spa Hotel“ an das Tote Meer in Jordanien.

Die Gruppe bestand aus 12 Erwaschenen verschiedenen Alters und einem vierjährigem Mädchen. Der Großteil hatte nur eine Woche als sogenannte „ Schnupperwoche“ gebucht, einige blieben zwei oder drei Wochen und unsere Kurpatientin hatte das Vergnügen vier Wochen Gast in Jordanien zu sein. Frau Heß war bestens vorbereitet und hatte sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht, wie man die anfangs ein bisschen unsichere Stimmung der Gruppe lockern könnte, da man sich vor der reise erst einmal getroffen hatte. Deshalb überreichte sie jedem als Willkommensgeschenk eine Flasche Piccolo. Der Erfolg war am ganzen Flughafen nicht zu überhören, da ein Teil schon gemeinsame Lieder anstimmte und damit das Eis gebrochen war. Auch eine dreistündige Verspätung des Fluges konnte der Stimmung nichts anhaben und so begaben sich die reisenden geschlossen in das Restaurant um sich mit kühlen Getränken zu erfrischen und gegenseitig zu beschnuppern. Frau Heß hatte alles bestens im Griff und lies keines ihrer Schützlinge aus den Augen, damit auch niemand noch vor Abflug verloren ging. Dann ging es endlich los und der Flieger der „Royal Jordania“(der Service war wirklich super) erhob sich in Richtung Jordanien.

Auch der Service des Dead Sea Spa Hotels ist vorbildlich. Gleich am Gepäckband wird man von Yousef erwartet, der immer ein offenes Ohr für Probleme jeglicher Art der Gäste hat. Er hat sich um die Koffer gekümmert und wir konnten noch unsere Einkäufe im Duty-Free tätigen. Danach ging mit dem Hotelbus ins Hotel. Da wir gegen Mitternacht ankamen bot sich uns ein zauberhaftes Bild, da alles wunderbar beleuchtet war. Im Hotel angekommen bekam jeder sein Zimmer zugeteilt. Und ein weiter Beweis für den Service war das Abendessen, welches wir noch nachts um ein Uhr serviert bekamen. Da es danach schon sehr spät war und die Reise auch anstrengend, sind alle ins Bett und freuten sich schon gespannt auf den nächsten Tag.

Das Hotel ist eine wunderbare Anlage, direkt am Meer, mit zwei Pools auf zwei Ebenen, mehreren Poolbars, einem Klinikgebäude und nicht zuletzt dem Solarium.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Tag unternahm Frau Heß noch einen Rundgang mit der Gruppe, um in groben Zügen zu erklären wo sich was befindet. Danach ging es ins Solarium, in dem Männlein und Weiblein getrennt durch einen Holzwand untergebracht sind, das man sich dort so wie Gott uns schuf, in die Sonne legt. Anfangs war es noch ein recht unangenehmes Gefühl, wenn man nicht so ein „alter Hase“ wie Frau Heß ist. Aber die Unsicherheit legte sich schnell und schon bald war es ganz normal für alle. Wir sind ca.2-3 mal am Tag für eine Viertelstunde ins Tote Meer, je nach persönlichem Empfinden und vor allem Verträglichkeit. Schon nach wenigen Tagen konnte man beobachten wie sich das Hautbild der Einzelnen verbesserte.

Für den Nachmittag hat Frau Heß uns einen Termin bei Dr. Bisharat organisiert, der uns einen Überblick über das Klinikgebäude und den einzelnen Behandlungen und Therapien verschaffte. Es ist auch ein Fitnessraum und ein Hallenbad vorhanden, was man gegen Gebühr benutzen konnte. Kurpatienten hingegen mussten nichts bezahlen. Man konnte sich auch einen Einzeltermin bei einem der Ärzte geben lassen, wenn man das Bedürfnis hatte. Nach der Rundführung ging es wieder ab ins Solarium in die Sonne.

Man traf sich dann wieder gemeinsam beim Abendessen mit großer Auswahl an europäischen und einheimischen Gerichten, was vorzüglich schmeckte. Danach ging die Gruppe geschlossen an die Poolbar mit Terrasse, wo regelmäßig Tanzmusik live spielte. Es wurde ausgelassen geredet, gescherzt und auch manches Späßchen gemacht. Es wurde auch Kontakt mit anderen Gästen geschlossen. Die Atmosphäre im Hotel war wirklich super und jeder hat gleich mit jedem gesprochen, da man ja irgendwie im selben Boot sitzt aufgrund der Krankheiten. Man wurde nicht mißtrauisch beäugt, wie es Menschen mit Hautkrankheiten in der Öffentlichkeit ja des öfteren passiert. Nein, hier fühlte man sich sofort wohl und wurde angenommen wie man ist.

So ging ein Tag nach dem anderen leider viel zu schnell vorüber.

Dazwischen wurden aber auch kleine Entdeckungstouren unternommen. Mit dem Hotelbus hat man dreimal die Möglichkeit nach Amann zu fahren, in die Stadt der sieben Hügel. Frau Heß hat als Reiseleiterin fungiert und einem Teil der Gruppe die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt. Auch das Feilschen konnte dabei geübt werden.

Freitags fuhr ein teil nach Petra, in die Nabatäerstadt mit wahnsinniger Geschichte. Man fühlt sich wirklich in die damalige Zeit zurückversetzt und die alten Bauwerke sind faszinierend. Wer nach Jordanien geht, darf sich diese kulturelle Zeitreise nicht entgehen lassen.

Ja, und dann war schon eine Woche vorbei und vier von uns mussten leider, leider schon Abschied nehmen, welcher in der Nacht zuvor natürlich noch ausgiebig bei einer „Arabischen Nacht“ gefeiert wurde, welche vom Hotel organisierst war. Es war wirklich ein großer Spaß mit verschiedenen Spielen. Für mich kann ich nur sagen, das eine wunderschöne Woche war in einer ganz anderen Welt und außerdem sehr förderlich für die Gesundheit und Erholung.

Ich für meinen Teil fahre nächstes Jahr ganz sicher wieder mit der „GROUP HESS“ nach Jordanien- dann aber für drei Wochen mindestens.

Ein dickes Dankeschön noch mal an Frau Heß für die wunderbare Woche!

 

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