Klimareise Jordanien 2006 von Mirko Borzyk Drucken E-Mail
Am Sonntag den 01.10.2006 wurde ich um 09:15 Uhr, von Margitta sowie fünf weiteren Rhöner`n, mit einem Flughafenzubringer abgeholt.

Um 11:30 Uhr hatten wird den Flughafen Frankfurt/Main erreicht. Unser Flug sollte um 14:10 Uhr nach Amman Jordanien gehen. Wir checkten rechtzeitig vor dem Ansturm der restlichen Passagiere ein. Am Flughafen trafen wir dann auch die restlichen 20 Teilnehmer, die ebenfalls an dieser Gruppenreise teilnahmen.

Bis zum Abflug dauert es noch eine Weile, so dass Wolfgang, Klaus und ich noch mal etwas im McDonalds-Restaurant am Flughafen aßen. „Wer weiss was es in Jordanien zu Essen geben würde“. Wobei diese Befürchtung nicht eintraf. Das Essen war wirklich spitze.

Pünktlich um 13.00 Uhr versammelten wir uns noch mal gemeinsam um bei einem kleinen Sektempfang alle Teilnehmer gemeinsam zu begrüßen.

Danach gings ab ins Flugzeug. Die Maschine war ziemlich ausgebucht. Es fand aber jeder ein Plätzchen. Ca. 5 Stunden Flug waren es bis Amman.

Flieger

 

Gegen 19:30 Uhr kamen wir in Amman an. Danach wurde gleich die Uhr eine Stunde vorgestellt. Der Flughafen in Amman ist relativ übersichtlich und klein, so dass es nicht allzu lange dauerte bis wir unsere Koffer bekamen. Von Youzuf vom Hotel erfuhren wir, dass wir am besten noch am Flughafen bei einer arabischen Bank Euro in Dinar tauschen sollten, da hier ein höherer Kurs als im Hotel gezahlt wurde. Das taten wir dann auch.

Gegen 21.00 Uhr verließen wir den Flughafen mit dem Bus Richtung Dead Sea Spa. Gegen 21:45 Uhr trafen wir ein. Beim Verlassen des Busses erschlug uns große Hitze. Von Peter der uns mit dem Hotelbus abholte erfuhren wir, dass heute tagsüber 46 Grad im Schatten gemessen wurden.

Nachdem wir einen Begrüßungstrunk zu uns nahmen, und unsere Koffer mit den dazugehörigen Zimmernummern versehen hatten, gingen wir erstmal in den Speisesaal etwas essen. Schließlich hatten wir doch einen harten Tag hinter uns. Es gab ein komplettes Buffet mit Reis, Lamm, diversen Salaten usw. Für jeden war etwas dabei.

Danach bezogen wir unsere Zimmer. Die Zimmer waren ausgestattet mit Telefon und Fernsehern. (Vier dt. Sender – ZDV, VOX, RTL und Dt. Welle). Danach besorgte ich mir erstmal ein Tresorschließfach an der Rezeption um mein Bargeld unterzubringen.
Bei meinem nächtlichen Rundgang in der Hotelanlage war ich erstaunt dass es sogar noch nachts um 01.00 Uhr noch über 30 Grad haben konnte. Solche Sommer wünscht man sich in Deutschland.

Danach ging ich zu Bett.

Am nächsten Tag, nach einer gut durchgeschlafenen Nacht frühstückten wir alle gemeinsam. Das Frühstücksbuffet umfasste neben Marmelade, diversen Müsli, Haferflocken, Cornflakes, diversen Wurst- und Käsesorten. Man konnte sich auch Omletts bereiten lassen. Weiterhin gab es Hefegebäck, Crossaints sowie jede Menge Obst und Früchte.

Danach machten wir alle gemeinsam einen Rundgang um die Hotelanlage. Wer wollte hatte das Natursolarium gebucht. Bzw. manche Teilnehmer hatten ein komplettes Arztpaket gebucht. Dies umfasste zwei Arztbesuche in der Woche sowie die benötigten Salben usw.

Ich hatte kein Solarium gebucht deshalb verweilten wir tagsüber immer am Hauspool. Wolfgang hatte das Arztpaket gebucht. Bei seinem ersten Besuch beim Arzt wurde die Belastbarkeit der Haut mit Sonnenstrahlen gemessen. Die Empfehlung des Arztes war: Zuerst mal nur 3 x 10 Minuten täglich in die Sonne. Den Rest im Schatten aufhalten. Auch im Schatten bräunt man noch zu 20 %. Daran hielten wir uns. Deshalb fingen wir uns auch keinen Sonnenbrand ein. Für diejenigen die an Psoriasis leiden, diese sollten auf jeden Fall länger in die Sonne. Aber unbedingt mit Sonnencreme eincremen. Hohen Lichtschutzfaktor nehmen. Besten 20 oder 30.

Psoriatiker sollten die Sonnenzeiten im Solarium immer wieder durch Badezeiten im Toten Meer unterbrechen. Wobei der Badegang mit Vorsicht zu genießen ist. Das Tote Meer hat durch seinen Salzanteil von ca. 30 % einen recht hohen Auftrieb. So dass man sogar Zeitung lesen kann, und eigentlich nicht untergehen kann. Allerdings sollte man sich hüten den Kopf ins Wasser zu bringen. Genauso wer Wasser ins Auge bekommt, darf froh sein, wenn jemand in der Nähe ist der einen dann hinausmanövriert um das Salzwasser aus dem Auge zu spülen.

Wolfgang, Steffi und ich haben uns die erste Zeit meistens im Schatten am Hauspool aufgehalten. Die Zeit immer wieder verkürzt indem wir mal in den Pool sprangen. Neurodermitiker sollten nach dem Verlassen des Pools sofort das Chlorwasser abspülen, und sich danach mit einer Pflege sowie einer Sonnencreme wieder eincremen. Nach 1,5 Wochen wurden dann die Sonnenzeiten ausgedehnt. So dass wir als Neurodermitiker am Schluss doch noch ganz schön Farbe angenommen haben. Manche Neurodermitiker haben am Anfang Probleme mit Sonnenallergie. Sieht aus wie kleine Pickel. Dem kann man entgegen wirken indem man Calciumtabletten einnimmt, und die Sonnenzeiten zurücknimmt.

Auf jeden Fall sollten Neurodermitiker Ihre Haut immer schön pflegen (einschmieren). Das Salzwasser im Meer sollten Neurodermitiker mit Vorsicht genießen. Langsam ausprobieren ob es brennt. Wenn man offene Stellen hat, sollte man diese nicht mit Salzwasser in Berührung bringen, da es zu Entzündungen kommen kann. Nicht so bei Psoriatikern. Bei diesen kommt es trotz der offenen Schuppstellen zu keinen Entzündungen.

Ich selbst habe zwei Entzündungen am Bauch gehabt, die ich nicht mit Salzwasser in Berührung bringen konnte. Habe es mal ausprobiert – brennt wie die Hölle. Hier sollte man erst auf die Abheilung warten. Sigi eine gute Freundin von uns, hat sich Salzwasser aus dem Meer mit aufs Zimmer genommen und in der Badewanne verdünnt. Die Konzentration vom Salzwasser dann immer weiter steigern bis sich der Körper dran gewöhnt hat. Bei Sigi hat man am Schluss fasst nichts mehr gesehen. So gut war es abgeheilt.

In den drei Wochen gingen wir regelmäßig um 07.00 Uhr früh ins Tote Meer. Ca. ne Viertel Stunde. Danach duschen und ab zum Frühstück. Nach dem Frühstück verbrachten wir die meiste Zeit am Hauspool. Zum Sonnen und Schwimmen sowie zum Ausruhen. Ab 19.00 Uhr abends gab es Abendessen. Einmal in der Woche wurde ein Barbecue sowie einmal in der Woche ein arabischer Abend veranstaltet. Dazu Live-musik oder Folklore.

Auch eine Disco wurde angeboten. Wobei wir meistens unseren eigenen DJ Udsche dabei hatten. O:

An den anderen Abenden kann man gemütlich draußen an der Sunset-Bar sitzen und sich das ein oder andere Bierchen schmecken lassen.

Für diejenigen die etwas von Land und Leuten sehen wollen, werden Ausflüge angeboten. Zweimal in der Woche fährt der Hotelbus nach Amman. Es werden aber auch Tagesausflüge nach Petra angeboten.

Wir sind einmal zur Taufstelle Jesus Christus gefahren den wir mit dem Besuch des Mount Nebo wo Moses von Gott das „gelobte Land“ gezeigt bekam, sowie anschließend einer Fahrt nach Madaba verbanden. Ein anderes Mal haben wir Amman besucht. Hier speziell Downtown. Für jeden Europaer ein Erlebnis.

Die ganzen drei Wochen hatten wir schönes Wetter und Temperaturen tagsüber zwischen 38 und 46 Grad. Allerdings sind Ende September schon viele Fliegen unterwegs. Es wird deshalb wer Ende September bzw. im Oktober fährt zu einem Fliegennetz das man an den Sonnenschirm hängen kann, geraten. Im April bzw. Mai hätte man dieses Problem nicht.

Für Neurodermitiker wird auch der April bzw. Mai als Reisezeit empfohlen, da man dann nicht allzu sehr schwitzt. Da so bald man schwitzt auch meistens wieder die „Juckerei“ beginnt.

Nach drei Wochen ging es am Sonntag des 01. Oktobers um 06.00 Uhr vom Hotel ab – gen Flughafen Amman. Nach einem guten Flug landeten wir um 13.30 Uhr in Frankfurt.

Alles in allem ein gelungener Kuraufenthalt, den ich jedem empfehlen kann. Für mich als Neurodermitiker hat sich der Hautzustand auf jeden Fall gebessert. Habe sogar etwas Farbe bekommen, was ich schon jahrelang nicht mehr hatte.

 

 

 

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